Rückblick Österlicher Frühlingsmarkt am 26. +27. März um die Trittauer Wassermühle. Er war emotional und wunderschön anzusehen – wie immer!

30. März 22

Wir verbinden Menschen durch

Kunsthandwerk und Kultur

mit dem was sie lieben,

erleben und mit anderen teilen.

 
 
Liebe Marktfreunde,
 
„Wie immer“ ……. ein wunderschöner Frühlingsmarkt am Wochenende um die Trittauer Wassermühle bei strahlendem Sonnenschein.
 
Bei bestem Wetter mit tausenden Besuchern war der Österliche Frühlingsmarkt in Trittau am Wochenende das was er immer war.
 
Bilderbuchhaft anzusehen, auf idyllischem Gelände mit vielen Österlichen Floristiken und Dekorationen, tausenden begeisterten Besuchern und das alles bei bei strahlendem Sonnenschein.
 
Für viele Besucher war der Markt wie ein Befreiungsschlag nach den Einschränkungen nach zwei Jahren der Pandemie, die übrigens immer noch nicht vorbei ist.
 
Die tausenden Besucher*innen wie immer, die Aussteller*innen wie immer, meine Empfindlichkeiten wie immer – nichts schien sich geändert zu haben.
Die letzten zwei Corona Jahre und die neue Situation der militärischen Aufrüstung die auf Deutschland zukommen wird – wie ausgeblendet.
 
Da stand wieder ein Aussteller vor ALDI mit seinem Stand und fragte “wo kommen die Leute her?“ 
 
Da war wieder der Aussteller der vor dem Ausstellungsgelände stand und fragte:“ Kommen hier auch Leute?“ Und da war wieder ich, der man diese Frage nie, aber auch wirklich nie stellen darf.
 
Es waren wieder Aussteller die mich vom anderen Ende des Geländes auf der ALDI Fläche anriefen und baten: „Frau Baum, mir fliegt hier auf ALDI das Zelt weg. Darf ich mein Auto hinter den Stand stelle.? Es ist so böig.“
Nachdem ich zum xten Mal über das Kopfsteinpflaster von unten nach oben mehr humpelte als flotten Ganges gelaufen war, fragte ich ihn, wo nur ein Windhauch zu spüren sei. Er hatte sein Zelt ohne Gewichte auf den Asphaltfußboden gestellt: Wer macht denn so etwas? Aber ein Auto wie auf dem Flohmarkt gibt es bei uns nicht.
 
Viele Besucher schleppten wieder die großen handgearbeiteten Holzeulen weg oder bestellten die massiven Holzbänke für den Garten.
 
Es gab wieder die strahlenden Augen derjenigen die super gut verkauft hatten. Und es gab auch diejenigen die feststellen mussten, dass sie in Trittau ihr Publikum einfach nicht finden werden.
 
Und dann gab es wieder mich, die es nicht fassen konnte, dass eigentlich alles wie immer war. Dieses Gefühl „wir gegen den Rest der Welt“ wich dem Gefühl „alles wie immer“.
 
Deshalb holte ich am Sonntag meinen blau karierten Anorak aus wunderbarem dickem Leinenstoff heraus, von einem Kunsthandwerker vor zwanzig Jahren genäht, und ich war auch die von immer.
 
Und dann ging ich am Sonntagmorgen zu dem Aussteller der zu Jessica gesagt hatte: „Dafür bezahlen wir ja schließlich auch Standgeld“, und erzählte ihm, dass dort, wo er jetzt steht und sich über gute Einnahmen freut, im nächsten Jahr gar keiner steht und sein Standgeld ihm dann nichts nützen wird. Was sollen solche Sprüche nach den Markt Entbehrungen der Pandemie. Diese Sprüche haben mich aber schon früher geärgert. Nur, warum ärgere ich mich heute noch darüber? Hey, wie alt soll ich denn noch werden, dass sie mir egal werden.
 
Dann gab es aber auch Tanja aus Braunschweig, die neue Projektleiterin des „KulturImZelt“ die für unseren Kunsthandwerkermarkt vom 16. – 18. September im Baunschweiger Stadtpark zuständig sein wird und mit Bahn und Bus für unseren Markt extra angereist kam. Jessica hatte ihr den gesamten Markt Stand für Stand vorgestellt.
 
Sie hatte Jessica und mir kleine Geschenke mitgebracht und von der Initiatorin des Musikfestivals das selbstgemachte Pesto mit Pinienkernen, das ich so wie dieses noch nie vor unserer Braunschweiger Zusammenarbeit genossen hatte.
 
Es gab so viel Schönes, so wunderbare Aussteller*Innen, sogar aus Ungarn und Litauen. Es gab unseren Trittauer Bürgermeister Oliver Mesch, der sich für unsere Marktorganisation bedankte, und es gibt mich in dieser wunderbaren alten Jacke, die es heute so in ihrer Qualität gar nicht mehr zu kaufen gibt.
Wie immer zu rund und langsamer als früher über das Kopfsteinpflaster – mit vielen Stärken, immer wachsam, aber leider auch mit meinen ganz eigenen Empfindlichkeiten wie. „Wehe, Alter, Du fragst noch einmal, ob hier auch Leute kommen.“
 
Wie immer kam meine ehemalige Trittauer Freundin. „Elke, Du hast es wieder einmal geschafft. Wie geht es Dir?“ „Gut“, wer sollte daran zweifeln. „Und wie geht es Deinem Mann?“ „Gut“, erwiderte ich. „er geht aber auch schon etwas gebückt“. Und ich sagte: „Ja, wir werden alle etwas älter“. Nein, nein, kein Rücken, keine schmerzenden Beine oder Füße, keine ausgewechselten Hüften, nein,  den Gefallen tat ich ihr an diesem wunderbaren Markttag nicht.
 
An diesem Wochenende ging es uns allen besonders gut. „Es sind aber weniger Stände als sonst,“ „Du, es ist der Ostermarkt. Er ist mit 110 Ständen groß genug“. Zwei Jahre war gar kein Ostermarkt. Hatte sie eine Tüte in der Hand? Natürlich nicht! Wieso sind dann 110 Stände nicht genug? So gingen viele Trittauer über diesen Markt um festzustellen, dass der Markt kleiner als die folgenden zwei sind, um nichts zu kaufen? Übrigens, das war auch schon immer so. Für sie ist es wichtig, dass es unsere Märkte gibt – mehr nicht. Sie sind es einfach so gewohnt und wollen ihresgleichen treffen oder zumindest sehen.
 
Und dann gibt es den “Mann an meiner Seite”, der wie immer geräuschlos die Elektroleitungen auf dem großen Mühlengelände verlegt und anschließend seit Jahren fragt. „Wie lange wollen wir das noch machen?“
 
Und dann gibt es Jessica, den kleinen Lockenkopf in der orangenen Teamweste die über jeden Kopfstein hüpfte und dieses Mal vor Eifrigkeit sogar hinfiel, aufstand um weiter zu rennen und einer Ausstellerin ein Steak vom Grill an ihren Stand zu bringen.
 
Dann gibt es auch Aussteller aus meinem karierten Markt – Jackenleben die mich heute hinter ihrer Maske nicht mehr erkennen wollen, obwohl sie im alten Leben sogar bei mir zuhause waren.
 
Auch gibt es schon unsere begeisterten Nachfolger. Sie tragen bereits die Markt – Orientierungsschilder mit Jessica über das Mühlengelände. Sie heißen Momme und Keke Lenz, sind 7 und 9 Jahre alt, wohnen gleich hinter der Brücke am Mühlengelände und sind unsere größten Fans mit ihren Freunden.
Sie lieben unsere Stände mit Naschen, Mutzen, Eis und Crêpes. Ihr größtes Wunschobjekt auf diesem Markt war ein kleiner Holzmörser. Selbst nach einer überschlafenen Nacht musste er es sein. Sie sind meine Liebsten – meine Enkelkinder.
 
Während ihre Mutter über die Keramikreiben schmunzeln musste, erkannte der Vater sofort das Muss dieser Reibe. Ein Facharzt weiß eben was seine Frau braucht.
 
Nein, wir alle sind Trittau, mit großem Erfolgt und kleinen Schwächen. Hier zu leben ist wunderbar und das Paradies. Wer das nicht glaubt, sollte unsere Aussteller*inen mit Bernsteinschmuck aus Litauen oder Ungarn fragen.
 
Am 21. + 22. Mai sind wir wieder mit unserem Mühlenmarkt an gleicher Stelle – zwei Wochen vor Pfingsten. Schaut selber – viele neue Aussteller*innen sind wieder dabei.
 
Das schreiben unsere Aussteller:
 
doch, die Besucher waren viel entspannter und man hatte das Gefühl, die Menschen wollten sich belohnen für die lange Zeit der “Abstinenz”
Ein rundum toller Markt.
 
Stefanie Büttner
 
Übrigens Danke für Trittau!! Es war ein ganz wunderbarer Markt mit unglaublich vielen gut gelaunten Leuten. Mir hat es genauso großen Spaß gemacht wie den glücklichen Besuchern. Wir sehn uns Ostersamstag.
 
Mary Blachnik
 
…….  das unsere Besucher*innen:
 
Vielen Dank für all die Arbeit die geleistet wird um das wir so einen einzigartigen Markt genießen können.