Trittauer Mühlenmarkt am Mühlenteich 2011
Besucheransturm an beiden Pfingsttagen morgens um 10.00 Uhr
Menschenschlangen vor den zwei Schwenkgrillen von Grill-Prinz trotz hohem Personaleinsatz - und das über zwei lange Pfingsttage
Ingeborg Theobald - Loeffen aus Hennef mit Glas Eisen - Objekten
Dekorationen für Blumenfreunde
Herrliche Erfrischungen locken
Einmal ausschlafen ...
Alle Fotos Copyright © Elke Baum 2011
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Rückschau auf die Veranstaltung
vom 12. + 13. Juni 2011 (Pfingsten)
22946 Trittau
In bester Pfingststimmung öffnete sich am Pfingstsonntag das visuelle Tor zum Mühlenmarkt zum Tag der offenen Mühlen und ab 10.00 Uhr strömten wie gewohnt tausende Besucher auf das Mühlengelände.
Nach den guten Umsätzen des Ostermarktes um die Trittauer Wassermühle vor sechs Wochen hätte es doch sein können, dass die Menschen an die nahe liegende Ostseeküste fahren, zur Landesgartenschau nach Norderstedt oder zum Ahrensburger Stadtfest? Hatte ich jedenfalls befürchtet: Nicht schon wieder können sich Menschenmassen gezielt ins Auto setzen, um unseren Mühlenmarkt zum Tag der offenen Mühlen in Schleswig Holstein zu besuchen.
Doch die Begeisterung für unsere Mühlenmärkte um die Trittauer Wassermühle scheint kein Ende zu nehmen. Es war Pfingsten, sommerliche Temperaturen, 140 Stände, die beliebten Kunsthandwerker aus allen Teilen Deutschlands zu Gast in Trittau und viele neue Aussteller dazu. Ausgefallenes Kunsthandwerk, Scherenschleifer, Kunstkeramiker, feinkeramische Lichtobjekte, Töpfer, Besenmacher, schmiedeneisernes Kunsthandwerk, Blaudruck, Bildhauerarbeiten, Malerei und viele kunsthandwerkliche Unikate mehr begeisterten die Besucher! Dazu Pfingsten herrlich ...und die gewohnte Riesenauswahl von Schönem, Praktischen, Nützlichem und Überflüssigem. Leider fehlten einige Pflanzenstände der letzten Jahre auf der Aldi-Veranstaltungsfläche, weil das Pfingstfest so spät lag und die Pflanzenzeit schon vorbei ist. Marco Willig und Ingrid Zanders Stände gehörten deshalb zu den begehrten der Pflanzenliebhaber.
Die Generationen schienen sich in Trittau vereint zu haben. Großeltern kamen mit Kindern und Enkelkindern. ALLE Generationen von JUNG bis ÄLTER freuten sich als hätte es diese Märkte noch nie gegeben. Trotz der hohen Besucherzahlen lag wie immer eine beschauliche entspannte Pfingststimmung über dem Mühlenmarkt bis hin zur Romantik. Sogar die Enten vom Mühlenteich mischten sich unters Volk und schnatterten fröhlich mit. Manchmal fragten mich die Besucher: "Wo sind denn hier die Veranstalter?", und dann antworte ich: "Das bin ich." " SIE?" "Ja, ICH!" Hätte man nicht gedacht. Hätte man sich so nicht vorgestellt. "Wie machen Sie das?" fragten wieder viele Trittauer " .... dieser Dauererfolg auf unseren Trittauer Mühlenmärkten".
Uwe Stossno aus Rheurdt mit Perlsacktieren
Das Fundament dieser Märkte ist und bleiben unsere Wünsche und Träume. Sie sind die Basis für unseren Erfolg in Trittau. Märkte kann man nur rückwärts verstehen, aber man muss sie vorwärts leben - mit allen ihren Emotionen. Loben uns unsere Gegner, dann sollten wir auf der Hut sein. Schimpfen sie, dann sind wir in der Regel auf dem richtigen Weg. Unsere vernetzte Welt reicht nicht aus, um unsere Seele zu streicheln. Die Freunde von Facebook & Co. ersetzen nicht die Großeltern, den Vater am Wochenende oder die Alltagsfreundin. Schon gar nicht den Kauf über das Internet und ein Gespräch mit einem Kunsthandwerker wie Uwe Stossno aus Rheurdt mit seinen unterschiedlichen farbenfrohen Perlsacktieren. Aus weichem Nicki-Stoff handgefertigt ist jedes Perlsacktier ein Unikat! Durch die Vielfalt der Stofffarben sind unzählige Kombinationen möglich. Das Innere der Tiere besteht aus einem Perlgranulat das speziell für die Füllung von Stofftieren verwendet wird, weil man die Tiere so komplett waschen kann. Nimmt man die Tiere in die Hand, beginnen sie förmlich zu „leben“, weil die kleinen Perlen im Inneren hin- und herrutschen. Diese angenehme Haptik und das einzigartige, witzige Design bringen fast jeden Besucher des Perlsacktierstandes zum Lachen oder Schmunzeln. Uwe Stossno erzählt zu jedem Perlsacktier dessen eigene Geschichte. Sein Stand wird von vielen, vielen Erwachsen mit Kindern umlagert. Der Kunde trifft Uwe Stossno auch nur in Trittau und nicht mit Zweit - und Drittständen gleich um die Ecke. Entsprechend freut er sich immer über super Umsätze in Trittau - ohne lange Abendstunden wie auf anderen großen Veranstaltungen im Süden.
Im Internet kann man seine Liebsten oder sich selber auch nicht portraitieren lassen oder ein Designerkleid vor Ort anprobieren. Schon gar nicht trifft man im Internet seine alten Freunde und Bekannten, mit denen man sich gemütlich im Mühlengarten austauschen kann. Kutschfahrten in das Naherholungsgebiet Hahnheide, wo man das Pferd streicheln kann? Nicht machbar! Dies ist nur ein Beispiel von vielen.
Während aufgrund der Inflation von zu vielen Märkten aller Art und ein ZUVIEL des IMMERGLEICHEN die erzielten Umsätze manchen Aussteller enttäuschen mögen, beobachten die Aussteller auf den Trittauer Mühlenmärkten ein Phänomen. Wo immer sie im Kreis Stormarn oder dessen Nähe ausstellen, fragen die Besucher: "Sind Sie auch in Trittau?" Wenn der Aussteller "auch in Trittau ist", antworten sie:
"Dann kommen wir nach Trittau und kaufen dort!" Und so kommen sie nach Trittau und kaufen dann tatsächlich, das, was sie hätten in Delingsdorf, in Ammersbek oder in Wohldorf/Ohlstedt gleich mitnehmen können. An diesem Wochenende habe ich in Trittau keinen Aussteller klagen gehört - und wenn, dann hätte ich auch weggehört und den Kopf verständnislos geschüttelt. In Trittau wird das gekauft, was man nicht auf jedem Markt findet, z.B. farbenfrohe Blumenbilder von Lisa Jürgens aus Krummesse oder Skulpturen von Christine Knopf aus Bleckede.
Skulptur von Christine Knopf
Viele Aussteller hätten gerne den Samstag noch als Veranstaltungstag dazu. Das mag an der Ost- und Nordseeküste richtig sein. Doch wir erreichen in drei Tagen nicht wirklich höhere Umsätze - wir verteilen sie nur auf drei Tage. Wer auf den Mühlenmarkt kommen möchte, fährt an den freien Pfingsttagen los. Er kommt nicht zufällig am Mühlenteich vorbei, weil er ein Plakat entdeckt hat oder wie in Damp über die Promenade den Strand sucht. Der Trittauer Mühlenmarkt wird im Pfingstprogramm eingeplant. Unsere Plakate sind in Wirklichkeit überflüssig. Man fährt zum Trittauer Mühlenmarkt zu Pfingsten wie jedes Jahr, weil Pfingsten ist und sich dort ALLE treffen. Aussteller, die nichts versäumen wollen, stellen Pfingsten in Trittau und an der Ostseeküste aus. Die wirklichen Gewinner auf den Mühlenmärkten sind jedoch die EINZIGARTIGEN.
Doch auch in Damp/Ostsee freuten sich unsere 25 Aussteller auf dem CREATVLust Markt über viele Touristen aus Dänemark mit Kindern und guten Umsätzen. Desgleichen wurden von anderen Veranstaltungen wie z.B. Park & Garden - Country Fair auf dem Stockseehof gute Umsätze gemeldet. Gut besucht wurde auch das Ahrensburger Stadtfest im Kreis Stormarn. Veranstalter Frank Peschlow aus Lübeck war dort mit einem Mittelalter Markt integriert und hatte unserem Gewürzhändler sein „mittelalterliches“ Zelt ausgeliehen. Wegen Privatisierung ihres gewohnten Standplatzes mussten unsere „mittelalterlichen Bäcker“ ihren Standplatz gegen einen neuen vor unserem Discounter Aldi eintauschen. Mit ihrem Hinweisschild: "Wir sind umgezogen", freuten sie sich über gleiche Umsatzzahlen vom alten Stammplatz. Erfolg bedeutet auch die Fähigkeit zu überleben. Nichts bleibt, wie es war, alles verändert sich. Ständig! Eine Weisheit aus Afrika sagt: "Es ist besser, mit drei Sprüngen zum Ziel zu kommen, als sich mit einem das Bein zu brechen".
Wir jedenfalls bleiben mit beiden Beinen auf Trittauer Boden. Mareike Pietz wartete am zweiten Pfingsttag sehnsüchtig auf die Geburt eines Fohlens (sie ist Pferdezüchterin), Renate Jonischkies hatte nicht nur die Aussteller in Damp zu betreuen, sondern als Heilpraktikerin auch viele Patienten in ihrer Praxis am Dienstag.
Nur ich habe in unserem Wintergarten zwei Koffer stehen - einen für das kommende Wochenende in Damp und einen für den "Historischen Jahrmarkt" in Kornelimünster/Aachen vom 22. - 26. Juni. Dort treffen wir uns dann alle am Dienstag zum Aufbau des großen "Historischen Jahrmarktes" des Circus Roncalli mit Gerd Vogt. Nur Holli bleibt noch im Norden und fährt mit Frank Peschlow mit dem Mittelalter Markt am Wochenende zur Atonale in Hamburg. Wir alle gehören eben zum "fahrenden Volk". Am Freitag, den 24. beginnt der Aufbau in Hamburg-Lokstedt um 15.00 Uhr. Ich komme Freitagmorgen direkt aus Kornelimünster zum Aufbau nach Hamburg zurück. Meine Mitarbeiterin Renate Jonischkies übernimmt den Aufbau in Damp am Yachthafen.
Wir müssen unsere IDEEN verwirklichen, sonst wuchert Unkraut darüber (Jean Paul).
In dem Sinne ...
Ihre
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