37. Kunsthandwerkermarkt
zum Erntedank in Trittau vom 30. September und 1. Oktober 2017

Elke Baum   *   Kunsthandwerker-Agentur
Theodor-Storm-Straße 8   *   22946 Trittau
Tel. 04154 - 2037   *   Fax 04154 - 85491

Rückschau

Rückblick auf den 37. Trittauer Kunsthandwerkermarkt zum Erntedank auf dem Mühlengelände und drumherum am 30.9 + 1.10. 2017

Leute, was hatten wir für ein Glück mit dem Wetter, denn tausende Besucher machten sich an diesem Wochenende auf den Weg bei herrlichem spätsommerlichen Wetter zu unserem Kunsthandwerkermarkt zum Erntedank um die Trittauer Wassermühle.

Hinter unserem Markt steht eine beispiellose Werbung über das ganze Jahr, denn zu uns nach Trittau kommen keine Touristen wie z.B. zu den Hamburger Herbstimpressionen auf dem Gerhart-Hauptmann-Platz.
„Sind Sie zufrieden?“, wurde ich von vielen Ausstellern am Marktende gefragt. Nein, ich bin nicht nur zufrieden. Ich bin dankbar. Ich bin dankbar, dass sich unsere Detailarbeit in den letzten Wochen hinter den Marktkulissen für diesen Markt für viele Aussteller gelohnt hat.

Ich bin dankbar, dass ich es ganz locker geschafft habe, diesen großen Markt einzuteilen und auch jeden Tag zwölf Stunden dort präsent war, um ihn zu betreuen. Man hat das Gefühl man geht halb durch Trittau, wenn man unten von der Napoleon Brücke über das Marktgelände über Kopfsteinpflaster bis oben auf die ALDI Parkbuchten läuft – immer wieder - und immer wieder - hin und zurück.

Zwanzig Aussteller konnten nur einen Tag aufbauen und waren hinterher über ihren Umsatz auf der ALDI Veranstaltungsfläche total überrascht. „Ich habe an diesem Sonntag mehr verkauft als an zwei Tagen zu Pfingsten“, strahlte der Kettensäger Dirk Wulf auf der ALDI-Veranstaltungsfläche.
Dagmar Böhne hatte am Sonntag Verkaufspersonal zusätzlich engagiert und war an zwei Tagen dicht von Kunden umringt. So ging es vielen Ausstellern – aber ich denke bei aller Begeisterung - auch nicht bei allen.

Auch für Jessica war es eine Premiere. Denn als sie im Oktober letzten Jahres ohne jegliche Erfahrung und nur kurzer Einarbeitungszeit die Nachfolge von meiner erfahrenen und langjährigen Mitarbeiterin Mareike antrat, war es für uns beide nicht leicht. Mareike und ich waren ein eingespieltes Team. Wir verstanden uns ohne Wort, denn Mareike kannte jeden Aussteller und das gesamte Marktgeschäft mit allem WENN und ABER.

Viele Märkte hat Jessica in diesem Jahr deshalb besucht, um sich mit unseren Ausstellern vertraut zu machen. Jetzt weiß sie worüber unsere Aussteller reden, sich freuen und wovon sie träumen. Unermüdlich hat sie unsere Flyer auf den unterschiedlichsten Märkten verteilt, um sich eine eigene Meinung zu bilden. Einige Aussteller nennen sie inzwischen „Locke“, denn ihre Naturlocken machen mit ihr was sie wollen. Nichts hat sie in diesem Jahr abgeschreckt oder abgehalten. Auch darüber habe ich mich gefreut.

Das Schönste für mich war aber, als mein kleiner Enkel Momme (5 Jahre alt) mit „Opa Otto“ und Glasbläser Hans Harder ein Glas blies. Er war so stolz. Vielleicht wird er später einmal sagen: „Als ich Kind war konnte ich mit meinem Opa noch bei einem richtigen Glasbläser zusammen ein Trinkglas blasen. Heute gibt es ja nur noch Drohnen“. Wenn er später als junger Mann über das Mühlengelände geht, wird er vielleicht zu seinem Bruder sagen: „Hier stand immer ein Glasbläser als Oma noch die Märkte organisierte.“ Denn er wohnt gleich hinter der Napoleon Brücke und das Mühlengelände ist fast sein Zuhause.

Vor unserem Schmied Jochen Schmidt standen ganz in Leder gekleidete Männer, und der eine sagte zum anderen: „Nicht alles so 0 8 15 was man überall sieht – DAS hier gefällt mir“.
Besucher kamen extra aus Husum um bei „unserer Tulpe“ etwas zu kaufen oder Besucher aus Braunschweig. Am Ende des Marktes habe ich unsere „Stammaussteller“ gefragt: „Hattet Ihr viele neue Kunden oder waren es die treuen, die Euch besucht haben?“ Einstimmung war das Feedback: „Elke, es waren sehr viele neue Besucher bei uns!“ Da war ich mit mir nicht nur zufrieden, sondern sehr zufrieden.

Glücklich war auch Glasbläser Hans Harder. Wir hatten ihn in der Presse mit einem Foto wie er einen Eisvogel bläst. Viele Besucher kamen nur, um bei ihm einen Eisvogel zu kaufen. Irgendwann waren sie dann ausverkauft. Auch unsere französischen Freunde konnten wieder so richtig fröhlich mit ihren Trittauer Freunden abfeiern.

Als der Abbau begann und einige Aussteller die Straße mit ihren Fahrzeugen versperrten, konnte ein Rettungswagen für einen Anlieger nicht durchkommen. Da könnte es noch ein Nachspiel geben. Es kann doch wohl nicht angehen, dass es wichtiger ist, schneller nach Hause zu kommen als das Leben eines anderen zu retten und sein Fahrzeug deshalb für kurze Zeit beiseite zu fahren. Ich habe viele Anrufe inzwischen bekommen. Sollte es ein Nachspiel geben, haben wir alle Fahrzeuge gelistet. Unterlassene Hilfeleistung kostet richtig Geld. Was geht nur in diesen Köpfen nach einem so erfolgreichen Marktwochenende vor ????????

Für alle, die nicht auf dem Mark waren hier unser Video:


Ihre

Elke Baum