Kunsthandwerkermarkt im Rahmen der Husumer Krabbentage 2011
Besucherströme am Hafen
Die Showküche
Auf dem Marktplatz
In zünftiger Hafenatmosphäre ...
... frische Krabben von der Hand in den Mund.
Menschenschlangen vor unserem Waffelstand auf dem Marktplatz.
Alle Fotos © Elke Baum 2011

Veranst.: Hafen Event GmbH, Husum
Rückschau auf die Veranstaltung vom 15. + 16. Oktober 2011
Die 14. Husumer Krabbentage lockten bei strahlendem Sonnenschein zehntausende Besucher in die Theodor- Storm-Stadt und boten außer unserem Kunsthandwerkermarkt viele Attraktionen.
Die Sonne strahlte Freitag beim Standaufbau über Husum und sorgte das gesamte Veranstaltungswochenende für gute Laune. Menschenmassen aus ganz Schleswig - Holstein machten sich auf zu den Krabbentagen nach HUSUM. Es war einfach irre!
Ich kenne viele Gewerbegemeinschaften - in manchen Städten arbeiten sie sogar gegeneinander - aber ich kenne keine, die so kontinuierlich und professionell Zehntausende Gäste mit Großveranstaltungen in ihre Stadt lockt wie die Hafen GmbH in Husum. Z.B. drehte das Fernsehen an diesem Wochenende ab Freitag jeden Tag live aus Husum von den Husumer Krabbentagen. Schon das Prominentenkochen am Sonnabend mit Kreispräsident Albert Pahl und IHK-Präsident Uwe Möser zog nicht nur die Husumer, sondern viele Gäste aus den verschiedensten Teilen des Landes in die Storm-Stadt. Auch die Handballer der SG Flensburg-Handewitt sowie Alexander Baltz von Radio Schleswig-Holstein und Bürgermeister Uwe Schmitz bewiesen beim Schaukochen ihr Können am Herd, wo sie von Showkoch Andreas Koziolek unterstützt wurden.

Andrea Zeh am Spinnrad
Mit unserem Kunsthandwerkermarkt auf dem Marktplatz dabei zu sein, begeistert nicht nur unsere teilnehmenden Aussteller seit zehn Jahren sondern auch mich immer wieder aufs Neue. Jeder Meter des Marktplatzes war ausgebucht, und viele Aussteller, die schnell noch einmal aufgrund des schönen Wetters Standflächen buchen wollten, kamen natürlich zu spät.
Aufgrund der hohen Besucherzahl waren die meisten Aussteller mit ihren Umsätzen sehr zufrieden. Kunsthandwerker wie Bürstenmacher Hintz jr., Wolfram Sulek mit Buchbindearbeiten, Andrea Zeh mit Schafswolle, Traudi Vorberg mit tragbarer Mode aus hochwertigen Materialien oder Anton van der Aar mit Spekulatius Model nach traditionellen Mustern freuten sich über sehr gute Umsätze.

Designerin Traudi Vorberg und Elke Baum
Am Sonntagabend fiel eine Last von meiner Seele, denn ab sofort bin ich nicht mehr für andere verantwortlich. Hatte nicht wieder ein Aussteller mit Gartenaccessoires ein kleines offenes Feuerchen in seinem Gartenstecker entfacht? Offenes Feuer ist auf dem Husumer Marktplatz streng verboten. Ich unterschreibe dieses Verbot in einem Vertrag mit der Stadt Husum und habe auf die Einhaltung zu achten. "Woanders darf ich das auch!" Hallo, wir sind nicht in WOANDERS sondern in HUSUM. Ich wagte nicht, mich von dem Marktplatz weg zu bewegen. Erst nach zweiter Aufforderung wurde das Feuerchen gelöscht. Das nächste Thema werden im kommenden Jahr die heimlich angeschlossenen Kaffeemaschinen/Wasserkocher der Aussteller werden: "Lasst sie bloß nicht sehen. Herr Baum überprüft die angegebenen Anschlusswerte", flüstert es hinter den Ständen. Nur wir bezahlen die heimlich nicht angemeldeten Anschlüsse von 2000 Watt / 230 V zusätzlich zu den offiziell angemeldeten Energiekosten. So sorgen einzelne Aussteller immer wieder dafür, dass wir im nächsten Jahr weitere zusätzliche Vertragspunkte mit aufnehmen müssen, die wir eigentlich für überflüssig halten. Was noch doofer ist, dass wir wie im Kindergarten überprüfen müssen, ob die Vertragspunkte auch eingehalten werden. Ich habe ehrlichen Herzens keine Lust für "erwachsene Dreijährige" zu arbeiten, die ich überprüfen muss, wie viele Meter sie angegeben haben und in Wirklichkeit nehmen ... mehrere Verkaufstische neben ihren angegebenen Standmaßen anbauen - und wenn schon kein Platz mehr vorhanden ist, daraus locker sechs und mehr Meter statt der bezahlten drei Meter machen -, ob sie heimlich Kaffeemaschinen und Wasserkocher mitführen, Feuerchen machen u.s.w.
Seit Jahren leiere ich in Trittau bei unseren großen Märkten ein allen Ausstellern ewig bekanntes Mantra rauf und runter. Seit Jahren wird es heimlich hintergangen. Im nächsten Jahr werde ich zum Nachteil Einiger - aber auch zum Schutz ALLER, die Geld verdienen wollen - handeln müssen, weil Einzelne nicht verstehen wollen - was ganz logisch ist -, dass wir als Veranstalter nur die Auflagen der Behörden und Anlieger befolgen, Verträge mit ihnen abschließen und anschließend mit unseren Ausstellern auch genau diese befolgen müssen. Es handelt sich doch nicht um die von uns Veranstaltern gemachten Auflagen sondern um die der Behörden, die von allen zu befolgen sind. Und wehe, wenn wirklich etwas passieren sollte.
Als wir dann in Husum noch einem Aussteller seinen heimlich entsorgten Eimer mit Resten von Creme Fraiche am Marktende ins Auto reichten, hatten wir es geschafft. WIR sind wieder WIR!!! Es gibt bis zum nächsten Jahr nur noch UNS.
Dessen ungeachtet geht jedoch für uns ein erfolgreiches Marktjahr in Husum zu Ende.

Zehntausende Besucher kamen zu den
Husumer Krabbentagen auf unseren Marktplatz.
Mit vielen Kunsthandwerkern und Händlern habe ich in den letzten Wochen gesprochen. Sie sagten alle übereinstimmend: Es war ein anstrengendes, aber doch noch ein gutes Jahr. Während viele Händler in den letzten Jahren die Weihnachtsmärkte kaum erwarten konnten, gehen sie in diesem Jahr besonnener auf die Weihnachtsmärkte zu. Der letzte kalte Winter sitzt so manchem Händler noch in den Knochen. Die hohen Standgelder der langen Weihnachtsmärkte in den großen Städten, die Inflation der vielen kleineren - oft mehrere in ein und dem selben Ort - und die unsägliche Finanzkrise lassen nur noch die Hoffnung zu, dass es in diesem Jahr noch einmal gut gehen wird. Es wird gut gehen!!!!

Immer zu Späßen aufgelegt ...
Ohne unsere Märkte würden die Menschen in Depressionen fallen. Unsere bunten Märkte gehören zum Luxus der kleinen Leute. Die Husumer Krabbentage waren das letzte und einzige große Volksfest an der Westküste an diesem Wochenende, und zehntausende Menschen haben mit den Füßen abgestimmt. "Wir brauchen Sie noch lange", sagten die Husumer Aussteller auf dem Marktplatz ... eigentlich hätten sie sagen müssen: "Wir brauchen noch lange Ihre Trittauer Märkte, lassen Sie uns nicht in Stich!"
Keiner muss sich Sorgen machen, weil ich alleine nach Israel reise. Israel ist ein modernes Land, das im Gegensatz zu uns in Europa seit Jahrzehnten kämpft. Wenn ich aus Israel zurückkomme, werde ich zu schätzen wissen, dass ich hier nur gegen "erwachsene Dreijährige" mit nicht angemeldeten Kaffeemaschinen kämpfe.
Jeder kann davon ausgehen, dass ich mich an die vorgeschriebenen Vorschriften halten werde statt irgendwo etwas Verbotenes damit zu begründen: "In Deutschland durfte ich es aber!"
Ihre
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