Ammersbeker Impressiona 2011
Faouzi Mejri aus Jevenstedt mit Schmiedearbeiten
Wunderschöne Keramik von Susanne Ehmling aus Kellinghusen
Drechseln für Kinder mit Dag Wixforth
Der Exbürgermeister von Trittau mit Frau
Alle Fotos Copyright © Elke Baum 2011
Ungenehmigte Verwendung wird verfolgt.

Plakatbeispiel
Rückschau auf die Veranstaltung
vom 9. und 10. April 2011
und im "Pferdestall"(indoor)
22949 Ammersbek (Ortsteil Hoisbüttel)
Die Ammersbeker Impressiona muss auf den Prüfstand.
Durch das späte Osterfest bedingt bekamen wir in diesem Jahr leider nicht unseren traditionellen Veranstaltungstermin Ende April von der Gemeinde Ammersbek genehmigt. Das hatte für uns zur Folge, dass unsere Veranstaltung Ammersbeker Impressiona in diesem Jahr in die Ostermärkte anderer Veranstalter und den großen Flohmarkt in Volksdorf fiel. Ein großer Nachteil, denn der Kreis Stormarn wird mit Veranstaltungen aller Art inflationär überhäuft.
Seit zehn Jahren organisieren wir hier die Ammersbeker Impressiona. Seit drei Jahren müssen wir in Ammersbek wie alle professionellen Mitbewerber Eintritt nehmen, weil die Gemeinde Ammersbek das Gelände und die Eventscheune teuer vermietet. Zusätzlich müssen wir zu diesen Kosten noch über 1000,00 € an den Bauhof zahlen, der die öffentlichen Verkehrsschilder wegen der Veranstaltung in Ammersbek verändern muss (Einbahnstraßen) .
Seit 2007 haben sich unsere Veranstaltungskosten insgesamt für die Ammersbeker Impressiona verdoppelt. Im letzten Jahr haben wir festgestellt, dass die Besucherzahlen für fast hundert Aussteller zu gering waren. Deshalb hatten wir in diesem Jahr die Ausstellerzahl auf insgesamt 60 begrenzt.
Der Erfolg einer Stormarner Veranstaltung wird jedoch von den Stormarnern nach der Anzahl der Stände bewertet. Man möchte möglichst wie auf den Trittauer Märkten durch das Veranstaltungsgelände schieben - dicht an dicht - dann war es nicht nur schön, nein, nur dann war es erfolgreich!!! Man besucht im Kreis Stormarn die Märkte wie die großen Discounter. Nur eines hat man selbst hier nicht verstanden: Die Aussteller kommen nicht zum "ach, wie nett ..... und ach, wie schön ...“ und schon gar nicht zum Stände zählen!
Weil ich hier zuhause bin, darf ich auch ein wenig ironisch berichten. Gelobt wurden unsere kleinen individuellen gastronomischen Stände. Hatte man sie auf meinen Veranstaltungen doch oft vermisst. "Wie schön, dieses Jahr diese kleinen Köstlichkeiten",............ nur an den Ständen der "kleinen Köstlichkeiten" blieb es leer.
Loulou Etoile aus Hamburg mit exklusiven
Chasubles!
Auf dem Gutshof in Ammersbek finden fast jedes Wochenende Veranstaltungen jeglicher Art statt: Antikmarkt, Orchideenmarkt, Pflanzenmarkt, Landmarkt, Novembermarkt, Weihnachtsmarkt und unsere "Ammersbeker Impressiona". Wir hatten an den Kassen unsere gelben Flyer für den "Österlichen Frühlingsmarkt" in Trittau ausgelegt und jedem Besucher in die Hand gedrückt. "Ach, ist schon Pfingsten?", fragten die einen und beantworteten es gleich: "Nein, das kann nicht sein, die Flyer für den Mühlenmarkt sind ja grün." "Wo sind denn die Tiere?" "Ja, hallo, wir sind nicht der Landmarkt. Der kommt erst im September." "Ich habe hier noch nie Eintritt bezahlt". "Doch haben Sie, Sie waren bestimmt auf dem Pflanzenmarkt, der kostet keinen Eintritt." Vereine aus Ammersbek brauchen hier keine Gebühren zu zahlen. "Also, nach Trittau, da gehen wir immer hin. Ach, Schatz, dann kaufen wir doch lieber in Trittau." "Sie sind Elke Baum? Also, warum nehmen Sie denn hier Eintritt und in Trittau nicht." "Ja, weil hier die Miete für das Gelände, Gebäude etc. zu bezahlen sind und in Trittau haben wir niedrigere Kosten. " "Na, Gott sei Dank."
"Frau Baum, wieso sind hier so wenige Stände? In Trittau haben Sie doch viel mehr Stände". Hallo, weil in Trittauer mehr gekauft wird und weil wir in Trittau den gesamten Kreis Stormarn Süd und Kreis Lauenbug mit bewerben können. "Wissen Sie Frau Baum, Sie haben es doch gar nicht nötig, hier in Ammersbek einen Markt zu machen, wo wir doch diesen schönen Markt an der Wassermühle haben". "Ich finde den Markt in Trittau viel schöner. Wieso sind hier so wenige Leute?" "Vielen Dank für Ihren Flyer. Da freuen wir uns doch auf nächstes Wochenende in Trittau." Und so weiter und so fort. "Wofür bezahlen wir hier eigentlich Eintrittsgeld?"
Ja, wofür ?????????
Inzwischen schicken die Ammersbeker Familien ihre Kinder (Eintritt frei) alleine zum Drechseln mit Dag Wixforth.
Und das alles auf einem romantischen Ausstellungsgelände direkt an der Grenze von Hamburg-Nord mit einer der einkommensstärksten Bevölkerungsanteile von Hamburg bei schönstem Frühlingswetter um 20 Grad.
Insgesamt 3000 Besucher, mit hohen Werbekosten beworben, bei bestem Wetter - da müssen wir uns fragen: Wie hätte es bei schlechtem Wetter ausgesehen? Die Gastronomie und die Aussteller wie der Schleswig-Holsteiner Landesforst mit Wildspezialitäten aus der Region, Peter Douglas mit Dips von Gallone, die Laufkundschaft brauchen, waren mit Recht enttäuscht. 3000 Besucher verlieren sich auf dem übersichtlichen großen Guthof.
Der Renner: Schmiedeeiserne Kronen
Natürlich gab es an diesem Wochenende auch Aussteller, die mit ihrer Kundschaft sehr zufrieden waren. Der absolute Gewinner der Veranstaltung war unser Schmied Faouzi Mejri aus Jevenstedt mit handgeschmiedeten Gartendekorationen im mediterranen Stil. Die Besucher rissen ihm die Gartenstangen förmlich aus dem Rasen. Sie kauften am Sonnabend bei ihm und kamen am Sonntag wieder, um noch weitere Gartenaccessoires zu erwerben. Selbst Grillkamine wurden gekauft. Ingrid Zander aus Zarpen mit frischen Pflanzen und Dekorationen war ebenfalls von ihren Umsätzen begeistertet. Jean Reynold aus Wakenstedt hatte Gartenambiente vom Feinsten an die Frau mit Mann gebracht. Besonders gefreut habe ich mich, dass unsere Keramikern Susanne Ehmling aus Kellinghusen bereits am Sonnabendabend fast ausverkauft war. Von den leuchtenden roten Glasuren ihrer Keramik waren viele Besucher wie ich ebenfalls begeistert. Auch Josephine Grundmann mit exklusiver Fleecebekleidung für Frauen und Loulou Etoile mit kreativen Chasubles oder Bärbel Reimer mit antikem Leinen waren mit ihren Umsätzen zufrieden bis sehr zufrieden. Schon am Sonnabend war Sylvia Seitz aus Hameln mit erlesenen Konfitüren fast ausverkauft.
Keramik von Susanne Ehmling aus Kellinghusen
Wenn man jedoch den kleinen Markt "Kunsthandwerk & Österliches" in Ratzeburg im Kreis Lauenburg am 2. und 3. April mit der aufwendigen Veranstaltung Ammersbeker Impressiona vergleicht, geht es eindeutig zugunsten von Ratzeburg aus. Heute bezahlen viele Menschen bereits Eintrittsgelder für Veranstaltungen, um in angenehmer Atmosphäre zu bummeln. Das heißt nicht, dass sie auch kaufen. Da wo kein Eintritt verlangt wird, sind sie viel eher bereit, mindestens eine Kleinigkeit mit nach Hause zu nehmen. Das ist und bleibt der große Vorsprung der Trittauer Mühlenmärkte im Vergleich zu Märkten mit Eintrittsgeldern.
So musste auch Frank Peschlow seinen beliebten Handwerkermarkt auf dem Rathausplatz in Lübeck im Mai absagen, weil sich die Gebühren für die Fläche mehr als verfünffachten. Die ewig gleichen Handelsketten in jeder Stadt ziehen mit Sicherheit keine Touristen in die Innenstädte. Vorführende Kunsthandwerker können keine hohen Standgelder tragen. Im nächsten Jahr findet die Ammersbeker Impressiona wieder am 28. und 29. April statt. Schau'n wir mal.
Ihre
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