Elke Baum überreichte Bürgermeister Walter Nussel (rechts) einen Scheck als Spende für die Mädchengruppe im Bürgerhaus Trittau, das von Manfred Ziethen (links) geleitet wird.
Foto © M. Pantelmann 2009
Großzügige Spende von Elke Baum
„Für Mädchenarbeit im Bürgerhaus Trittau“
Trittau (mp).
Geldspenden kommen immer zur rechten Zeit. Diese Spende soll gleichzeitig das Startkapital für einen Mädchentag im JUZE (Jugendzentrum Trittau) sein, der als neue Einrichtung ab Oktober das Bürgerhaus zusätzlich beleben wird. Elke Baum hat ihre alljährliche Spende hierfür bestimmt und diesmal auf großzügige 400 Euro aufgestockt. „Weil es für einen Start ist, sollte es jetzt etwas mehr sein“, bemerkte sie und fügte hinzu: „Wichtig ist mir, dass die Jugendlichen von der Straße kommen.“ Kinder und Jugendliche sind ihr schon deshalb wichtig, weil ihre Tochter als Lehrerin in Stormarn tätig ist und ihr dadurch sehr bewusst ist, dass Kinder- und Jugendarbeit gefördert werden muss. „Dies ist mir ein Bedürfnis“, erklärte sie, und ihre seit zwölf Jahren bestehende Spendenbereitschaft hat in Trittau, wie auch der von ihr veranstaltete Kunsthandwerkermarkt zum Erntedank, einen traditionellen Charakter und führt hiermit einen „alten Brauch“, wie sie sagt, als ihr Anliegen fort: Den Herbstmarkt an der Wassermühle hatte Elke Baum 1980 (als damalige stellvertretende JEF-Vorsitzende) anlässlich des 20. Geburtstags der Jungen Europäischen Föderalisten
(JEF) für deren ausländische Freunde und Gäste aus den Verschwisterungsgemeinden Frankreich, England und Dänemark ins Leben gerufen.
Als der Kunsthandwerkermarkt an der Wassermühle immer größer, bekannter und die JEF Mitglieder immer älter wurden, zog sich der Verein 1997 aus der ehrenamtlichen Arbeit und Verantwortung für den Kunsthandwerkermarkt zurück, und Elke Baum musste sich, um den Fortbestand des beliebten Marktes zu retten, als Agentur selbständig machen und trägt seitdem nicht nur alleine die Arbeit, sondern auch das finanzielle Risiko. Das bei den Besuchern so beliebte Erntedank-Kuchenbüfett übernahmen anschließend die Landfrauen aus Schwarzenbek. „Damals spendeten die Landfrauen regelmäßig einen Teilerlös aus dem Kuchenbuffet für einen guten Zweck“, erinnert sie, „bis auch ihnen das Backen der vielen Torten für den enormen Besucherandrang des Trittauer Kunsthandwerkermarktes zu viel wurde“, und erklärt damit ihre regelmäßigen Geldspenden mit dem Wegfall dieser Einnahme, die stets an gemeinnützige Trittauer Einrichtungen gingen.
„Die Vereine tun mir leid, durch die Sparmaßnahmen der Gemeinde bekommen sie immer weniger“, betont sie und führt auch deshalb diese großzügige Geste fort. „Es könnte auch anstelle einer Flächennutzungsgebühr gesehen werden“, bemerkte sie, „allerdings mit sofortiger Wirkung an der richtigen Stelle“.
Mit ihren Spenden unterstützte Elke Baum bereits die Trittauer Tafel, das Schönaubad oder auch IN VIA-Mädchentreff. Da die Gelder fehlten, musste auch diese gern besuchte Einrichtung vor einiger Zeit geschlossen werden, aber das JUZE konnte Anfang dieses Jahres mit der Hilfe einer Praktikantin ein zwölfwöchiges Projekt starten und einen Mädchentag anbieten. Dass der Mädchentag wieder aufgegriffen werden sollte, stand außer Frage und war bereits geplant. „Schon im nächsten Monat soll die Mädchenarbeit völlig neu aus der Taufe gehoben werden“, sagt der Leiter des Bürgerhauses Manfred Ziethen und freut sich daher besonders über dieses Geld als „Startanschubhilfe". Freude auch bei Bürgermeister Walter Nussel, der dankbar den Scheck in Empfang nahm:
„Es ist eine großherzige Spende“, sagte er, „seitdem es IN VIA nicht mehr gibt, haben wir gewusst, dass etwas getan werden musste.“ Den Mädchentag soll es mittwochs für vier Stunden geben, die Uhrzeit wird noch bekannt gemacht oder ist im JUZE zu erfragen. Natürlich würde sich das JUZE auch über weitere Spenden sehr freuen.
Bericht: Mit freundlicher Genehmigung von Margret Pantelmann